Germany's next TOPMODEL

Meine Notizen zu Germany’s Next Topmodel

Klickt auf eins der Fotos - und schon könnt ihr nach jeder Sendung meine Notizen lesen.

Bis eine Sendung abgedreht ist, passiert eine ganze Menge.

Die Mädchen lösen verschiedene Aufgaben, die für den Alltag eines Models typisch sind. Sie müssen sich auf immer neue Situationen einstellen. Sie lernen, mit Lob und Misserfolg umzugehen. Und die Jury macht sich zu all dem ihre Gedanken, bis am Ende eine Siegerin feststeht.
Ich habe beschlossen, einiges von dem, was mir durch den Kopf geht, hier zu notieren.

Ihr könnt mir auch gerne schreiben, was ihr darüber denkt. Ich freue mich über Post!

Eine Sache muss ich jetzt direkt schon loswerden: Alle Erlebnisse, alle Erfolge und vor allem alle Sendungen von Germany's Next Topmodel entstehen nur durch die tolle Zusammenarbeit vieler Menschen. Dazu gehören die Leute vom Sender Pro7 und der Filmproduktionsfirma Tresor, die Sponsoren, Juroren, Fotografen und natürlich die Stylisten, die sich um Haare, Make up und Styling kümmern. Dann gibt's da noch diejenigen, die das Catering machen, und viele andere, die hinter den Kulissen unverzichtbar sind. Vor allem auch ohne euch Fans läuft nichts!
Ganz lieben Dank euch allen!

Aller guten Dinge sind Hundert

„Germany’s Next Topmodel“ ist wieder da! Die erste Sendung ist gelaufen! Ich bin froh, dass es jetzt losgegangen ist. Die Spannung vor dem Start der Staffel war sehr groß. Das fing schon mit dem Casting an. Genau 16 421 Mädchen hatten sich beworben. Das waren noch mehr als bei der ersten Staffel und die Vorauswahl fiel uns schwer. Auch Mädchen aus Österreich, Luxemburg und sogar eine dunkle Schönheit aus Hongkong waren dabei. Leider können nicht alle an den Start gehen. Aller guten Dinge sind Hundert, dachten wir uns. Aber welche hundert? Eine schwierige Frage. Wir studierten genau die Bewerbungen der Teilnehmerinnen und betrachteten die Videos, die sie über sich und ihr Zuhause gedreht hatten. Schließlich war es geschafft: Die Liste mit den hundert Kandidatinnen war fertig! Das Video eines Mädchens hatte uns sogar auf die Idee zu einer Überraschung gebracht: Sie vermisste ihren Vater, den sie anderthalb Jahre nicht gesehen hatte, und genau den flogen wir dann heimlich in die erste Sendung ein! So etwas macht mir riesigen Spaß.
 Es sind alles wunderschöne Mädchen. Brünette, blonde und schwarzhaarige sind dabei, alle Typen, sogar ein Rotschopf mit einer unglaublichen Mähne. Eine große Vielfalt. Es war für mich sehr aufregend, sie dann in Köln im TV-Studio alle persönlich kennen zu lernen. Als sie dann das erste Mal auf dem Laufsteg auf mich, Bruce, Boris und Peyman zukamen, war ich dann doch das ein oder andere Mal echt überrascht. In natura wirkt ein Mädchen durchaus anders als auf ein paar Urlaubsfotos oder in einem Homevideo. Manche machten eine viel bessere Figur und kamen viel besser rüber, als ich gedacht hatte. Bei anderen war es genau andersherum. Da hatte ich das Gefühl, die haben den Catwalk mit dem Gang zum Supermarkt verwechselt. Deshalb ist ein so großes Life-Casting mir sehr wichtig.

Lena Gercke im Aufwind
Welche Kandidatin wird Germany’s Next Topmodel? Wir sind alle gespannt und natürlich ist auch ein gewisser Erfolgsdruck dabei. Denn die erste Staffel war ein großer Erfolg, vor allem auch weil wir eine tolle Siegerin gefunden haben: Lena Gercke. Fast sechs Millionen Zuschauer sahen am Fernsehen wie sie sich freute. Ich finde, sie hat wirklich das Zeug dazu, es in diesem Business weit zu bringen. Schon jetzt ist unsere Model-Show für sie zum Sprungbrett geworden. Obwohl sie gerade ihr Abitur macht, hat sie schon tolle Jobs. Microsoft und Audi sind dabei. Auch die zweit- und drittplatzierten Mädchen sind ganz gut im Geschäft und in Printmedien und im Fernsehen präsent.
100 Mädchen an einem Tag anzusehen und zu bewerten, das ist ein Hammer. Das war ehrlich gesagt ganz schön anstrengend für uns, die Jury. Aber es trennt sich dann doch die Spreu vom Weizen, wenn man die ersten professionellen Kriterien anlegt: Aussehen, Figur, Persönlichkeit. So hatten wir schließlich einstimmig unsere 25 Kandidatinnen für die nächste Runde gefunden.

15 Mädchen im Kopf-an-Kopf-Rennen
Die erste Probe hat dann noch deutlicher gezeigt, wer im Modelgeschäft von diesen Bewerberinnen bestehen kann: Vor 70 000 Fußballfans in der Halbzeitpause völlig unvorbereitet durchs Dortmunder Westfalenstadion „Rote Erde“ zu laufen, ist eine große Herausforderung. Und das bei Kälte, nur in Dessous!  Wer das gut gemeistert hat, ist einen wichtigen Schritt weiter. Ich finde, alle haben das super gemacht. Aber es war für uns als Jury auch zu erkennen, welche 15 Mädchen die Power und das Talent haben, noch weiter zu kommen. Unter ihnen sind manche, die sofort mit einer Super-Ausstrahlung überzeugen, bei anderen sind die Qualitäten etwas versteckter. Es ist eine meiner Aufgaben, diese Fähigkeiten in den nächsten zwei Monaten zum Vorschein zu bringen. Es ist unglaublich schön, wenn das gelingt. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben, denn es ist unmöglich, eine Favoritin zu erkennen.
15 sind noch dabei...

Heidi

Cocktailparty in St. Moritz

15 Mädchen sind nach dem tollen Start von Germany’s Next Topmodel weitergekommen und sie mussten in der zweiten Runde das erste Mal richtig zeigen, was in ihnen steckt. Dafür sind sie zwei Tage nach St. Moritz in den Schnee geflogen. Der Ort war für manche wie eine andere Welt. Denn die Kandidatinnen leben ganz verschiedene Leben. Von der Teilzeitverkäuferin bis zur Schülerin, die mit dem Porsche in die Schule fährt, ist alles dabei. Es ist nicht einfach, sich in einer ungewohnten Umgebung angemessen und sicher zu bewegen. Das wurde ganz deutlich, als der Chef der Cosmopolitan die Mädchen zur Cocktailparty einlud. Was ziehe ich an? Wie bewege und wie verhalte ich mich? Das ist ein wichtiges Lernfeld, und ein Topmodel sollte es unbedingt beherrschen.

Im Schnee das erste Shooting
In den beiden Tagen haben die Mädchen auch sonst viel erlebt: Pferdeschlitten, Helikopterflug über die Berge, Training mit Boris und Bruce und dann das erste Foto-Shooting: auf 3000 Meter Höhe in eisiger Kälte und mit schneidendem Wind. Natürlich ist das kein Zuckerschlecken, aber das interessiert einen Auftraggeber nicht. Da muss ein Model durch – und zwar mit einem Lächeln, wenn es gewünscht wird. Die Mädchen waren zum Glück sogar winterfest eingepackt. Wenn ich daran denke, dass ich solche Shootings schon im Bikini machen musste... Da oben auf dem Berg, da hat sich für mich schon die Spreu vom Weizen getrennt.

Der Abschied der einen ist die Chance der anderen
Schade war, dass zwei Mädchen in dieser Sendung den Wettbewerb abgebrochen haben. Schade, weil sie durchaus das Zeug dazu hatten, weiterzukommen. Aber wie weit? Ich kann nicht sagen: Hey, wärst du dageblieben, du hättest gewonnen. Ich bin keine Prophetin. Die eine wollte aufhören, weil sie nicht länger von der Schule wegbleiben durfte und sonst das Schuljahr wiederholen müsste. Außerdem wollte ihr Vater nicht, dass sie weiter mitmacht, und sie möchte doch lieber Ärztin werden. Die andere empfand den Druck als zu groß und machte deshalb einen Rückzieher.

Es ist nicht einfach, zu sehen, was das Richtige für so ein Mädchen ist. Jede muss das tun, was sie für richtig hält. Jedenfalls finde ich es besser, sie haben die Chance jetzt sausen lassen und einen Schlussstrich gezogen als später. Denn so konnten wir zwei Mädchen nachrücken lassen, die es wirklich probieren wollen, an die Spitze zu kommen: Denise und Tonja, die vorher als Nummer 16 und 17 ausgeschieden waren. Sie hatten noch nicht allzu viel verpasst und wie das Shooting im Windkanal zeigte, hat besonders Denise ihre Sache richtig gut und individuell gemacht. Sie ist fotogen, hat keine Angst vor der Kamera und konnte so am Ende ein tolles Foto mitnehmen.

Bewährungsprobe im Windkanal
Das Shooting im Wind, der mit 90 km/h brauste, war eine ganz schön große Herausforderung für die Mädchen. Starkes Posen ist da wichtig. Der Wind zerrt an Augen und Haaren, und das Model muss trotzdem ein tolles Gesicht aufsetzen, das Emotionen zeigt. Es muss viele Dinge gleichzeitig unter Kontrolle haben. Das ist einigen ganz schön schwer gefallen. Andere haben die Bewährungsprobe sehr gut bestanden, bei ihnen war es für Fotograf Christian Schuller leicht, tolle Fotos zu machen.

Bei der Entscheidung haben wir uns alles noch mal durch den Kopf gehen lassen, jedes Mädchen genau betrachtet. Wir haben überlegt, was es kann und was es dazu gelernt hat. Janin hat uns am Ende verlassen, weil wir keine entscheidenden Fortschritte bei ihr gesehen haben. Die anderen Mädchen zeigen mehr Ausdruck und haben sich stärker entwickelt.
14 sind noch dabei...

Heidi

Einzug in die Villa

Diese Sendung haben wir mit einer doppelten Überraschung für die 14 Mädchen begonnen: Erst wurden sie um 6 Uhr morgens von Lena Gercke, unserem Germany’s Next Topmodel 2006, geweckt, dann durften sie in eine Villa umziehen. Wir fanden, es war Zeit, sie von der Jugendherberge Köln-Deutz in eine privatere Unterkunft zu bringen. Sie ist wunderschön! Es ist eine alte Villa mit Springbrunnen vor der Haustür, drei Etagen und vielen Zimmern in fröhlichen Farben. Es gibt eine luxuriöse Küche und einen Kamin, sogar einen privaten Laufsteg, damit die Mädchen weiter an sich arbeiten können. Als kleinen Glücksbringer im neuen Zuhause habe ich allen eine Kette aus meiner Mouawad-Schmucklinie aufs Bett gelegt. Ich wollte den Mädchen damit auch einen Ansporn geben, weiter das Beste aus sich herauszuholen.

Training mit Hugo Egon Balder
Ein Topmodel steht in der Öffentlichkeit. Wenn es frisch weg von der Leber allzu Persönliches preisgibt, kann das unangenehme Folgen haben. Ein kleiner Satz wird zur Überschrift oder etwas Privates ist es plötzlich nicht mehr. Da ist weniger durchaus mehr. Unser Öffentlichkeitstraining mit Hugo Egon Balder war für die Mädchen deshalb eine ganz wichtige Erfahrung. Man hat sich schnell verplappert. Und was einmal raus ist, wird womöglich -zigfach zitiert. Barbara hat sich da am intelligentesten geschlagen und sich gegenüber den Konkurrentinnen abgesetzt. Sie war höflich und offen, antwortete vorsichtig und wich mancher Fußangel geschickt aus. Es hat mir Spaß gemacht, mit ihr anschließend den Tagespreis zu verspeisen: ein luxuriöses Drei-Gänge-Menü!

Auf die Glatzen, fertig, los...
Das Highlight dieser Sendung war für mich das Glatzen-Shooting. Um 4 Uhr mussten die Mädchen aufstehen und manche dachten wohl, sie bekämen tatsächlich die Haare geschoren. Aber wer will das schon bei diesen schönen Mähnen! Es war viel Arbeit, sie unter den Latex-Hauben verschwinden zu lassen. Wir haben für diese Verwandlung professionelle Experten eingeflogen, die auf solch außergewöhnliche Effekte spezialisiert sind. Make up, Strasssteinchen, hautfarbene Bikinis... Es war auch für mich ungewohnt, alle so zu sehen. Die Mädchen selbst reagierten sehr unterschiedlich. Manche fanden das Styling als Schaufensterpuppe komisch und sie bewegten sich auch so: etwas starr und puppenhaft. Andere benahmen sich so wie immer, als seien sie gerade nur beim Frisör gewesen. Das hat sich in entspannterer Mimik widergespiegelt.

Wandelbar und ausdrucksstark
Wir wollten mit diesem Shooting die Wandlungsfähigkeit der Mädchen auf die Probe stellen. Wenn die Haare verschwunden sind und auch der Körper scheinbar nackt ist, dann kann die Persönlichkeit nur noch aus dem Gesicht sprechen. Es kommt viel stärker als sonst auf Augen, Nase und Mund an. Das Model muss jeden Muskel beherrschen. Hier zeigt sich, wie ausdrucksstark und wie wandlungsfähig ein Mädchen ist. Enyerlina, die eine Superfigur besitzt, hat uns da nicht überzeugt und musste am Ende gehen. Genau wie Antje, die in ihrem Gesicht weniger Emotionen ausdrücken kann als die Konkurrentinnen. Doch auch die müssen noch viel lernen. Ich sehe das Training momentan erst als Grundkurs an. Die Mädchen haben noch harte Runway-Trainings und ausgefallene Shootings vor sich.
12 sind noch dabei...

Heidi

Der persönliche Look

Die Mädchen haben alle schöne Haare, aber viele hatten keinen schönen Schnitt. Wir fanden, sie sollten die Frisur ändern, um ihren Typ zu unterstreichen. Deshalb sind wir mit den zwölf Bewerberinnen, die auf dem Weg zu Germany’s Next Topmodel sind, nach Düsseldorf in einen Friseursalon gefahren. Alle wussten: Das Umstyling ist freiwillig. Es sind unsere Vorschläge und die Mädchen selbst entscheiden, ob sie sich darauf einlassen oder nicht. Trotzdem war es für einige nicht leicht, sich am Kopf zu verändern. So eine Frisur ist etwas Markantes, sie gehört zum Gesicht. Sie sieht man jeden Morgen im Spiegel. Da ist es schon komisch, plötzlich einer anderen Haarfarbe oder einem ganz anderen Schnitt zu begegnen.

Aber die Mädchen haben gemerkt, dass wir einen guten Grund für die Verwandlung hatten: Die Frisur muss nicht nur zur Kopfform passen, sondern die Frisur spiegelt auch die Persönlichkeit wider. Deshalb lässt sich mit ihr der eigene Typ unterstreichen und ein individueller Look schaffen. Helena hat versucht, den Stil der Mädchen zu betonen oder auch erst so richtig hervorzuholen. Für mich gehört sie zu den besten Hairstylisten, die es gibt. Sie hat mit Bon Jovi gearbeitet, mit Drew Barrymoore und Naomi Campbell. Und sie kümmert sich auch um meine Haare – nicht nur während der Dreharbeiten.

Der eigene Stil gibt Profil
Es war zum Beispiel schon krass, dass bei Aneta die langen schwarzen Haare fielen. Aber der Kurzhaarschnitt ist flott und frech und passt zu ihr. Ähnlich war es bei den Stylings der übrigen Mädchen. Das Interessante ist, dass solch ein Frisurenwechsel nicht nur etwas rein Äußerliches ist. Er betont Charaktermerkmale, die sich dann auch deutlicher zeigen. Man verhält sich durchaus anders. Das hat sich bei den Mädchen schon am nächsten Tag gezeigt, als sie sich in der DesignPost in Köln bei dem vermeintlichen Casting vorstellten. Noch deutlicher wurde es, als sie selbst ein Casual Outfit und ein elegantes Outfit zusammenstellen sollten. Die verschiedenen Stile der Mädchen sind deutlich geworden. Das ist wichtig im Modelbusiness, um sich von der Masse abzuheben. Der richtige Stil gibt Profil. Er macht auch selbstbewusst. Denn die Mode soll nicht das Mädchen tragen, sondern das Mädchen die Mode.

Märchenhafte Fotos im Fallen
Das Shooting mit Philippe Kerlo war anspruchsvoll. Er kam aus Frankreich nach Köln, um die Mädchen im Studio als Märchenfiguren zu fotografieren – im Fallen. Das ist für ein Model gar nicht so einfach. Da ist auf vieles gleichzeitig zu achten: auf die Haltung der Arme und Beine, auf das Gesicht und auch noch auf das Kostüm. Wer wie Gretel ein kurzes Röckchen hatte, musste sich etwas mehr auf die Position der Beine konzentrieren. Wer wie die Froschkönig-Prinzessin eine Kugel in der Hand hielt, musste diese gut im Fallen einbinden. Bei anderen war ein voluminöses Kleid die besondere Schwierigkeit.

Es war erstaunlich, wie unterschiedlich die Mädchen mit dieser Aufgabe umgingen. Manchen fiel es ganz leicht, sich auf die Matte fallen zu lassen. Andere brauchten mehr Versuche, bis Philippe Kerlo ein gutes Foto machen konnte. Ich habe mit Tipps versucht, die Mädchen gut ins Bild zu setzen. Manche konnten sie sofort umsetzen, andere hatten mehr Mühe. Schließlich wurden am Computer die erhöhte Standfläche und die Matte retouchiert, so dass zum Schluss tolle Fotos entstanden: Auf ihnen scheinen Pechmarie, Rapunzel, Rotkäppchen und all die anderen Märchenfiguren federleicht im Raum zu schweben.

Entwicklung ist zu sehen
Für die Entscheidung wollte die Jury testen, ob die Mädchen sich passend zu ihrem Stil Kleidung auswählen und frisieren können. Das haben die meisten gut gelöst. Auch die Entwicklung auf dem Laufsteg war zu sehen: Die Mädchen laufen besser im Takt der Musik und mit mehr Selbstbewusstsein. Sie haben im Shooting ihre Ausdrucksfähigkeit geschult. Das Training trägt Früchte. Aber bei Janina nicht genug, fanden wir. Deshalb musste sie die Gruppe verlassen. Die übrigen Mädchen werden nun kämpfen müssen.
11 sind noch dabei...

Heidi

Jeder Job ist ein echter Job

Ich hatte es letzte Woche schon gesagt: Ab jetzt müssen die elf Mädchen, die noch dabei sind, echt kämpfen. Echt deshalb, weil jeder Job nun ein echter Job ist. Das fing mit dem Laufsteg an. Dieses Mal sollten die Mädchen nicht nur vor den Augen von Bruce laufen, sondern vor den Augen von 2000 Zuschauern: bei der Modenschau der Modeschule AMD in Düsseldorf. Doch nicht alle elf durften dabei sein, sondern nur neun. Welche neun? Die Mädchen mussten Bruce zeigen, was in ihnen steckt. Sie mussten Biss und Power haben. Für die neun, die ausgewählt wurden, war es eine tolle Erfahrung. Denn diese Abschlussshow der Modeschule in der Philippshalle ist ein großes Event.

Ich finde, alle Mädchen haben ihre Sache gut gemacht. Sie haben die Kollektion toll auf dem Laufsteg präsentiert und gute Posen gezeigt. Dann noch die kesse Abschlusspose – das war schon gut.

Chance in Paris
Die Modenschau war besonders spannend, weil die Modedesigner Johnny Talbot und Adrian Runhof im Publikum saßen und Interesse an unseren Mädchen hatten. Die beiden kommen aus München und vertreiben ihre Ware weltweit über erstklassige Adressen. Sie präsentieren ihre Kollektion auch bei den Prêt-à-Porter-Schauen in Paris, und es war eine Auszeichnung für alle Teilnehmerinnen, dass sie dafür drei unserer Mädchen buchen wollten. Dass die Wahl auf Milla, Hanah und Fiona fiel, hat etwas mit dem Laufstil der drei zu tun, aber auch mit dem Stil der Designer. Es geht manchmal gar nicht darum, wer besser oder schlechter läuft. Manchmal geht es vor allem auch darum, welchen Typ Frau die Modemacher in ihrer Mode sehen wollen.

Die Reise nach Paris war für die drei Mädchen eine Riesenchance. Die Modewoche ist eine sehr glamouröse Angelegenheit, dort sind alle tollen Designer, alle tollen Models. Und unsere drei dazwischen auf dem Laufsteg! Darauf warten manche Mädchen eine Karriere lang vergebens. Ich freue mich, dass sie zwischen all den routinierten Models einen guten Job gemacht haben.

Shooting im Kühlhaus
Ich muss sagen, dieses Shooting in Troisdorf hatte es echt in sich! Nicht nur die Teilnehmerinnen froren auf dem Eissofa in ihren dünnen Hemdchen. Auch Fotograf Matt McCabe und ich waren am Ende des Tages Eiszapfen. Denn während die Mädchen nur etwa zehn Minuten in der Kühlkammer bei minus 6 Grad blieben, standen er und ich stundenlang darin. Es braucht immer etwas Geduld und genaue Anweisungen, um jede Person in Szene zu setzen. Eine kleine Änderung der Finger, ein Heben der Schulter oder ein Durchdrücken des Kreuzes genügt bisweilen, um der Pose das gewisse Etwas zu verleihen. Dann der richtige Gesichtsausdruck dazu – und das Foto wird richtig gut. Manche haben ein natürliches Gespür dafür. Andere benötigen mehr Hilfen. Das Beste aus den Mädchen herauszuholen, dafür sind wir da und Matt ist einfach einer der besten Fotografen, die ich kenne und mit dem ich immer wieder gerne zusammenarbeite.

Ganz wichtig ist, dass das Model trotz der Minusgrade keinesfalls eine Gänsehaut hat. Es darf sich auch nicht in der Kälte verspannen oder frösteln. Im Gegenteil: Es muss sexy wirken, heiß aussehen. Das ist schwierig. Aber die Mädchen haben sich alle durchgebissen.

Posen mit Jungs
In dieser Woche ging es auch um den Unterschied zwischen Commercial Posing und Editorial Posing. Die Mädchen lernten, dass es ein großer Unterschied ist, ob nett und freundlich für ein Shampoo in die Kamera gelächelt wird oder ob für ein Cover ein markanter, lasziver oder frecher Blick gefragt ist. In der Vierjahreszeiten-Kulisse hatten sie die Aufgabe, mit ihrem Partner fünf oder sechs verschiedene Posen innerhalb von ein bis zwei Minuten zu zeigen. So konnten wir nicht nur sehen, wer verschiedene Posen beherrscht, sondern auch wer kreativ ist und neue Posen entwickelt. Und das unter Zeitdruck. Wir fanden, Tonia, Denise, Barbara und Mandy setzten die Aufgabe am besten um.

Nach dieser Übung waren wir ziemlich erstaunt, dass unser kleiner Posing-Wettstreit am Entscheidungstag manchen Mädchen große Schwierigkeiten machte. Tonia und Anni legten locker und einfallsreich so los, wie wir uns das vorgestellt hatten. Editorial Posing und Commercial Posing – sie zeigten beides prima. Andere Bewerberinnen wussten dagegen offenbar gar nichts Richtiges mit sich anzufangen. Vor allem Alla. Das genügt auf diesem Level von „Germany’s Next Topmodel“ nicht mehr, um weiterzukommen. Deshalb mussten wir uns leider von ihr verabschieden.
10 sind noch dabei...

Heidi

Emotionen beim Schauspieltraining

Wir suchen keine Schauspielerin, wir suchen Germany’s Next Topmodel. Aber trotzdem muss unser Siegermädchen ein bisschen schauspielern können. Deshalb haben wir für die zehn Mädchen, die um den Sieg kämpfen, ein Schauspieltraining arrangiert. Das ist nützlich für Fotoshootings, für Werbekampagnen und für den Laufsteg. Wir fanden, dass unsere Mädchen in diesem Bereich noch dazulernen müssen. Viele von ihnen haben Probleme mit ihren Hemmungen. Sie haben eine Seite an sich, die sie gut finden und betonen, und sie trauen sich nicht, ihre anderen Seiten einmal auszuprobieren. Sie sollten noch mehr aus sich heraus kommen und dafür war das Training im Theaterhaus Köln bei Ursula Michelis wichtig. Sie steht selbst auf der Bühne und arbeitet als Schauspielcoach unter anderem für den TV-Dauerbrenner „Unter uns“.

Lachen und Weinen sind auf der Bühne enge Geschwister. Auch Models müssen fast auf Knopfdruck ihren Ausdruck wechseln können. Für das Spiel mit der Kamera, das Posen und die Mimik sind Emotionen enorm wichtig. Man muss mal ein bisschen traurig wirken, mal lachen oder superlustig sein. Dabei geht es vor der Kamera oder auf dem Catwalk nicht darum, so zu sein, wie man selber in Wirklichkeit ist. Es geht um eine Rolle, in die man schlüpft und die man ausfüllt. Genau wie beim Schauspielern. Die Emotionen, die ein Model zeigt, müssen echt sein, ohne die eigenen Gefühle widerzuspiegeln. Eine Pose ohne Emotion wirkt hohl und langweilig.

Musikvideo mit Kim Frank
Es war nicht leicht für die Mädchen, sich vor den anderen gehen zu lassen und laut Gefühle auszudrücken. Manchen war das sogar etwas peinlich. Aber im Großen und Ganzen haben sie es gut gemacht. Anni war sogar super und hat deshalb die Challenge gewonnen: das Musikvideo mit Kim Frank. Sie hat die Dreharbeiten dazu toll gemeistert. Zusammen mit Milla, Aneta und Mandy, die sie zum Dreh eingeladen hatte, war das eine ansehnliche Truppe!

Casting für Opel und ein Werbespot in Südafrika
Eine gute Figur machten die Mädchen auch beim Casting für den neuen Opel-Werbespot. Es war das erste Mal, dass sie sich richtig beweisen mussten. Es ging uns darum, dass sie das Prinzip Casting begreifen, dass sie spüren, wie es ist, sich um einen echten Job zu bemühen.

Beim Casting sollte man ganz natürlich kommen: Wenig Make up, Jeans, nettes T-Shirt, hohe Schuhe, ganz easy – wie eine weiße Leinwand, die bemalt werden möchte. Auch die Körperhaltung ist ganz relaxt. Manche Mädchen wollten schon gleich posen. Das ist beim Casting nicht angebracht. Wer ein Model sucht, guckt erst mal die Mappe durch, macht sich einen Gesamteindruck von dem Mädchen und lässt sich dann die ein oder andere Pose zeigen. Natürlichkeit und Offenheit sind ganz wichtig. Es geht selten um die Haarfarbe oder Haarlänge, das lässt sich alles fürs Shooting ändern. Es geht darum, dass sich der Auftraggeber das Mädchen als Typ in seinem Umfeld vorstellen kann. Die Kandidatinnen haben sich eigentlich alle toll präsentiert, aber zuletzt hat Hana das Rennen gemacht. Ihre weibliche Ausstrahlung war für das Opel-Team entscheidend. Tatsächlich hat Hana die Dreharbeiten in dem trockenen Flusstal von Kapstadt auch toll hinbekommen.

Falsche Prinzessinnen und echte Frösche
All das, was die zehn Mädchen in den letzten Tagen gelernt hatten, konnten sie anwenden, als wir den Werbespot drehten: mit unseren Teilnehmerinnen als falschen Prinzessinnen und einigen echten Fröschen. Natürlich auch mit einem echten Regisseur: Andreas Kayales war aus Hamburg nach Köln ins Coloneum gekommen. Er setzte die abgewandelte Geschichte vom Froschkönig geduldig immer wieder mit jeder Teilnehmerin in Szene und ich gab den Prinzessinnen Tipps, um sie besser ins Bild zu setzen.

Das war ein toller Dreh: die märchenhaften Kulisse mit großen Steiff-Tieren, der kleine Teich, die schönen Kostüme, das aufwändige Make up und Hairstyling. Dass die Mädchen einen echten Frosch küssen sollten, hat sie erstaunlich wenig irritiert. Jedenfalls viel weniger als der lange lateinische Name „Bufo quadriporcatus“. Ein ausgedachter Name übrigens, der extra schwierig war, um die Mädchen zusätzlich auf die Probe zu stellen. Sie haben das super durchgezogen. Ich hatte das Gefühl, Tonia fand es sogar etwas schade, dass sie schließlich ein Plastikmodell küssen musste, weil auf ihrer warmen Hand die Frösche nicht länger sitzen bleiben wollten, sondern im Nu springlebendig wurden.

Es war lustig am Set. Immer wieder wurde ein Tierchen munter und sprang davon. Aber natürlich erfordert das auch eine hohe Konzentration und viele Wiederholungen. Was im Fernsehen nicht zu sehen war: Direkt unterhalb der ausgestreckten Mädchenhand saß ein aufmerksamer Mann mit großem Netz, der die hüpfenden Frösche sofort auffing. Im Hintergrund wartete der Tiertrainer mit einigen Artgenossen und dem dicken Philipp. Aber der kam ja nur einmal dran!

Die Entscheidung
Für die Mädchen war diese Arbeit natürlich nicht nur lustig, sondern vor allem anstrengend. Mit Tieren zu drehen, ist schwierig. Sie spielen nicht immer so mit, wie sie sollen, und bringen einen dadurch aus dem Konzept. Bei diesem Dreh mussten die Mädchen zudem an sehr viele Sachen gleichzeitig denken, sie umsetzen und dabei verschiedene Emotionen zeigen. Dann sollten sie auch noch die komplizierten lateinischen Namen herunterspulen und sich auf den super hohen goldenen Schuhen sicher durch die Kulisse bewegen. Denise gelang das nicht. Obwohl sie ein interessanter und eigenständiger Typ ist, hat sie mit der Entwicklung der übrigen Mädchen nicht Schritt gehalten. Sie musste leider gehen.
9 sind noch dabei...

Heidi

Drei Castings im Eiltempo

Ich weiß noch genau, wie ich am Anfang meiner Karriere von Casting zu Casting marschiert bin. Manchmal reichte die Zeit kaum, um rechtzeitig von A nach B zu kommen. Es kann für ein Model durchaus sein, dass es zehn Castings am Tag hat und der Agent sie sehr eng hintereinander legt. Das ist Stress und erfordert Disziplin. Genau das wollten wir bei den neun Mädchen testen, die darum kämpfen, Germany’s Next Topmodel zu werden. Wir haben sie zwar zu nur drei Modelabels in Köln geschickt, aber es wurde trotzdem hektisch für sie: Sie hatten nur vier Stunden Zeit, um sich vor Johann Stockhammer, Caroline Nippert und Sascha Lutzi zu präsentieren, und sie mussten sich in einer fremden Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen. So etwas kenne ich aus eigener Erfahrung. Oft hilft da nur ein Taxi.

Castings sind natürlich unheimlich aufregend. Das waren sie auch für mich damals. Da hat man seinen Zettel mit ein paar Adressen in der Hand und marschiert los. Manchmal dauert es eine Stunde, um den Designer oder den Fotografen zu finden und dann wird man in zwei Minuten abserviert: Man zeigt seine Fotos, die werden durchgeblättert, danke, das war’s. Und schnell weiter zum nächsten Casting, oft in Hetze. Die darf es sich aber nicht anmerken lassen. Es muss sie abstreifen und ganz relaxt wirken, als habe es alle Zeit der Welt. Es muss freundlich sein, lässig, ohne Eile. Und natürlich super aussehen. Pünktlichkeit ist dabei sehr wichtig. Wenn man zu spät zu einem Casting kommt, kann es sein, dass sie einen nicht mehr sehen wollen. Das hat die Gruppe von Barbara, Hana und Mandy ganz realistisch erfahren. So ist das Modelleben.

Werbespot für McDonald’s
Der Preis für diese Challenge war super: Die sechs besten Mädchen durften zum Casting für einen Werbespot von McDonald’s. Die Szene mit dem Blind-Date in englischer Sprache haben sie eigentlich alle super bewältigt, doch nur eine konnte gewinnen und das war am Ende Barbara. Sie durfte mit mir zusammen in der Filiale Hürth den Spot drehen. Sie hatte mit ihrer natürlichen und sympathischen Art gepunktet und auch deshalb, weil sie ein optischer Kontrast zu mir ist. Tatsächlich passen wir in dem Spot gut zusammen, sie machte ihre Sache toll und das Drehen hat uns allen viel Spaß gemacht. Aber das Wichtigste ist, dass der Kunde zufrieden ist, und er war sehr zufrieden. Also wird es ein super Spot!

Actionshooting im Feuer
Dieses Mal haben wir es beim Shooting wirklich knallen lassen. Ein Actionshooting vom Feinsten war es – und laut. Außerdem war es kalt in der großen Leverkusener Halle, aber so etwas kennen die Mädchen ja schon. Ungewohnt waren die Detonationen und das Feuer. Richtig gefährlich sah die Inszenierung aus, in Wirklichkeit war sie es aber nicht. Die größte Gefahr bestand darin, dass die Mädchen beim plötzlichen Knall zusammenzuckten und nicht entspannt blieben.

Eine große Herausforderung war auch, dass es nur vier Bilder pro Mädchen gab. Fotograf Mario Schmolka, der für Versace, Vogue und Cartier arbeitet, leitete sie an und ich unterstützte sie mit Tipps. Man konnte merken, dass sie sich entwickelt haben und immer weniger Hilfen brauchen. Am Ende sind einige atemberaubende Fotos entstanden. Die Mädchen waren echt klasse und ich war im Großen und Ganzen glücklich mit dem Ergebnis.

Entscheidung und Tschüss Deutschland
Der Familientag war eine Belohnung für die Mädchen und natürlich eine große Überraschung. Außerdem hatten wir dabei einen Hintergedanken: Die Familien und Freunde sollten am Entscheidungstag beim Laufen zuschauen. Das ist ein besonderer Kick. Er kann verunsichern oder ermutigen. Die Art und Weise, wie die Mädchen der Jury ihre drei Outfits präsentierten, war dieses Mal unheimlich wichtig. Es hing viel davon ab, weil wir einige Wackelkandidatinnen hatten – auf hohem Niveau. Es musste sich entscheiden, wer fällt und wer stehen bleibt. Schließlich trennten wir uns von zweien: von Aneta, weil die anderen Mädchen an ihr beim Fotoshooting und auf dem Laufsteg vorbeigezogen sind, und von Tonia, weil die Nervosität ihrem großen Potential im Wege steht. Für die übrigen heißt es nun „Tschüss Deutschland“. Bangkok ruft!
7 sind noch dabei...

Heidi

Modemetropole Bangkok

Sieben wunderschöne Mädchen kämpfen noch um den Titel „Germany’s Next Topmodel“. Es geht langsam auf den Endspurt zu und wir fanden es daher an der Zeit, ihnen einen anderen Teil der Welt zu zeigen. Das Kapitel Deutschland schlugen wir zu, das neue Kapitel begann in Bangkok. Die thailändische Stadt gehört zu den Modemetropolen der Welt. Für die Mädchen, die noch nicht so viel herumgekommen sind, war die Ankunft sehr aufregend. Ich kann das gut verstehen, denn genauso spannend war es auch für mich damals, die Welt kennenzulernen mit all dem, was in unserem Business noch dazugehört: schöne Hotels, wunderbare Locations und interessante Designer. Allerdings muss ich inzwischen ehrlich sagen: So toll das auch ist – nichts geht über das eigene Bett! Da kann ein Hotel so luxuriös sein, wie es will.

Star-Label Fly Now
Die Mädchen hatten gleich einen Top-Einstand in das asiatische Fashion-Geschäft: Sie durften zu einem Casting für eine Modenschau von Fly Now. Dieses Label hat in Asien einen sehr hohen Stellenwert. Hier zeigte sich, ob die Kandidatinnen so minimalistisch und doch ausdrucksstark laufen konnten, wie der Designer das wünschte. Es zeigte sich auch, ob sie so einfache Dinge beachteten, wie zum Beispiel ihn zuerst zu begrüßen. Solch ein Detail ist nicht nur eine Sache der Höflichkeit. Es kann durchaus auch darüber entscheiden, wer den Job bekommt, wenn beim Casting mehrere Models gleich gut sind.

Lauftraining und Modenschau im Wasser
Die Modenschau sollte im Wasser stattfinden. Das inspirierte Bruce mal wieder zu einer außergewöhnlichen Idee fürs Lauftraining: Er schickte die Mädchen durch Brunnen. Das war bei der Hitze kein netter Spaß, sondern es sollte darauf vorbereiten, im Wasser zu laufen. Das ist schon anders als auf dem Trockenen. Der Wasserwiderstand bremst, die Kleider werden vielleicht nass, die Schuhe sowieso – und trotzdem soll alles ganz leicht und easy aussehen. In diesem Fall war es außerdem wichtig, die ausgefallenen Kreationen von Fly Now glamourös zu präsentieren. Das durfte kein fröhliches Wassergehopse werden, sondern die Mädchen sollten Eleganz und Schick ausstrahlen.

Der Kunde hatte dafür beim Casting Milla, Barbara, Hana, Mandy und Anni ausgewählt. Es war das erste Mal, dass sie ganz alleine für eine Veranstaltung gerade stehen mussten und sie haben ihre Sache wirklich toll gemacht. Die atemberaubende Kulisse über den Dächern von Bangkok hat ihnen mit Sicherheit einen Kick gegeben, um das Beste aus sich herauszuholen. Nicht nur Bruce war voll zufrieden, sondern auch der Kunde. Ich war es auch!

Tolles Hotel, toller Fotograf
Wie das bei Modeljobs so ist: heute hier, morgen dort. Die Mädchen sollten das volle Programm erleben und so mussten sie nach zwei Nächten in Bangkok schon wieder in den Flieger steigen. Ab nach Los Angeles! Sie bleiben dort einige Wochen, deshalb haben wir sie sehr komfortabel in einem Spitzenhotel untergebracht: in der Präsidentensuite mit zwei Etagen, mit eigenem Laufsteg, mit vielen schönen Details und natürlich mit Begrüßungs-Champagner. Ein Luxus, den sich Models normalerweise erst über mehrere Jahre erarbeiten.

Auch den Fotografen, der die Mädchen erwartete, bekommen in der Branche längst nicht alle zu Gesicht. Robert Erdmann gehört zu den Großen hinter der Kamera und ich finde es jedes Mal wieder faszinierend, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er war es übrigens, der von mir das Cover-Foto für Sports Illustrated machte, mit dem mir 1998 der internationale Durchbruch gelang. Wer durch mein Buch „Natürlich erfolgreich“ blättert, wird außerdem noch viele, viele weitere wunderschöne Fotos entdecken, die er von mir gemacht hat.

Tarzan, Jane und Susi
Mit Robert Erdmann hatten wir uns ein Dschungel-Shooting ausgedacht, allerdings in einer großen Halle mitten in L.A.. Außer den Mädchen, die in Jane verwandelt wurden, gehörten zwei muskulöse Partner dazu: „Tarzan“ Matt und Elefantenkuh Susi. Beide waren für die Mädchen gewöhnungsbedürftig. Matt, weil sie mit ihm zum ersten Mal erotische, laszive Posen zeigen sollten. Susi, weil sie so groß und unberechenbar erschien. Tatsächlich sieht so ein Shooting mit einem Elefanten viel einfacher aus, als es ist. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe selbst schon einige Male darauf posieren müssen. Die Elefantenhaut ist rau, die Borsten sind knallhart und der Rücken von Susi war zwar sehr breit, aber er ist ja ständig in Bewegung. So ein Elefant steht nie richtig still, immer ruckelt und wackelt er. Außerdem bläst die Windmaschine, der Fotograf ist weit weg, seine Worte sind kaum zu hören. Trotzdem muss das Model verstehen, was er will. Es muss trotzdem toll posen. Das erfordert volle Konzentration. Ich war wirklich stolz, dass sich alle Mädchen an diese Aufgabe herangetraut haben und dass fast alle sie prima bewältigten. Sie machen sich!

Entscheidung mit Augenklappe
Einzig Milla tat sich mit Susi schwer. Sie hat sich außerdem nicht mehr in dem Maße weiterentwickelt, wie es erforderlich gewesen wäre. Bei ihr ist – nach vielen positiven Entwicklungen – nun Stillstand eingetreten. Deshalb musste ich ihr am Entscheidungstag sagen, dass sie es dieses Mal ist, die die Gruppe verlässt. Dass ich dabei eine Augenklappe wie ein Pirat trug, war übrigens kein Gag. Ich hatte eine üble Augenentzündung und versuchte das Beste daraus zu machen. Wenn schon Augenklappe, dachte ich, dann wenigstens ein echter Hingucker. Im Grunde war es so auch eine Ermutigung für die Mädchen: Egal was euch passiert – macht was draus.
6 sind noch dabei...

Heidi

Hallo Hollywood!

Wer an Los Angeles denkt, denkt an Hollywood, an Stars, Glamour und tolle Events. Ich meine, dass es kaum einen besseren Ort gibt, um das Laufen auf dem roten Teppich mit den Mädchen von Germany’s Next Topmodel zu trainieren. Wir haben ihn deshalb dort ausgerollt, direkt vor dem Kodak Theatre! Hier werden die Oscars vergeben, hier haben jede Menge Prominente ihre Handabdrücke auf dem Boden hinterlassen. Hier ist die Atmosphäre genau richtig. Als unsere sechs Mädchen, die um den Sieg kämpfen, ankamen, zückten die Zuschauer gleich die Fotoapparate. Es war eine ganz neue Erfahrung für die Mädchen, so plötzlich im Mittelpunkt zu stehen.

Training auf dem roten Teppich
Es ist gar nicht so einfach, sich auf dem roten Teppich richtig zu verhalten. Da gehören Interviews dazu, da gehört Posen dazu. Und vor allem: Du kommst aus dem Auto raus und bist sofort dran. Die Leute schreien deinen Namen, du stehst auf dem Präsentierteller. Alles an dir wird wahrgenommen, alles wird fotografiert – die ganze Zeit. Da ist keine Gelegenheit, sich mal an der Nase zu jucken. Es ist wichtig, sich abwechslungsreich zu präsentieren, eine Mischung aus Nähe und Distanz aufzubauen. Auf dem roten Teppich genügt es nicht, nur die Hand in die Seite zu setzen und eine schöne Pose zu machen. Du musst auf alles achten, vor allem auf die Ausstrahlung. Das Lachen muss nicht nur aus dem Mund kommen, sondern vor allem auch aus den Augen. Mit den Augen passiert sehr viel, sie sind superwichtig.

Chancen muss jeder selbst nutzen
Ich konnte leider die Feinheiten nicht selbst zeigen. Durch meine Augenentzündung war ich immer noch etwas gehandicapt und musste meine Augen mit einer Sonnenbrille schützen. Aber die Mädchen haben meine Tipps auch so verstanden und alles prima umgesetzt. Die Stimmung hat sie beflügelt und ich glaube, sie haben sich gefreut, ein Training mal ganz allein mit mir zu machen. Ich fand es auch schön, die Mädchen einmal für mich allein zu haben. Deshalb habe ich später mit ihnen in ihrem Loft noch etwas zusammengesessen und erzählt. Manche hatten nach Bangkok noch mit dem Jetlag zu kämpfen, andere hingen etwas durch. Das ist ganz normal, das passiert bei so vollen Tagen. Aber es ist immer die Frage: Wie gehe ich damit um? Das habe ich versucht, ihnen klarzumachen. Ich wollte sie etwas aufpäppeln und ihnen bewusst machen, dass es ganz bei ihnen selbst liegt, aus jeder Situation das Beste für sich herauszuholen. Jammern hat noch nie etwas genützt. Der Aufenthalt in L.A. ist ihre private Chance. Wir können nur den Rahmen schaffen und Tipps geben. Umsetzen müssen sie sie selbst.

Und dann der echte rote Teppich!
Ein Knaller war für die Mädchen, dass sie am Abend bei einer In-Party über einen echten roten Teppich laufen durften. Zwischen Robbie Williams und anderen Stars haben sie gepost und gelächelt – fast wie alte Hasen. Wenn die ein oder andere auch noch etwas unsicher zappelte, so haben sie das Blitzlichtgewitter doch recht gut gemeistert. In meinem Van habe ich am Monitor alles verfolgt und es war ein schönes Gefühl, meine Mädchen aus der Stretchlimousine steigen und auf dem roten Teppich loslegen zu sehen. In den Abendkleidern haben sie eine tolle Figur gemacht und sie waren hinterher alle ganz aufgekratzt.

Modenschau mit Ed Hardy
Eine tolle Sache war für die Mädchen auch das Casting für eine Modenschau mit Ed Hardy, die im Rahmen der Los Angeles Fashion Week stattfand. Boss Christian Audigier hat sich viel Zeit genommen, um drei Kandidatinnen für seine Präsentation auszuwählen. Er ist einer der angesagtesten Designer in Hollywood und hat sich am Ende für Barbara, Mandy und Hana entschieden. Leichtgefallen ist ihm das offenbar nicht, denn er meinte, dass auch die übrigen drei eigentlich besser liefen als die bereits verpflichteten anderen Models. Ein tolles Kompliment! Und ich muss sagen: Christian Audigier hat Recht. Als ich die Modenschau sah, war ich wirklich stolz auf unsere Drei. Sie sahen auf dem Laufsteg um einiges besser aus als der Rest. Die Arbeit hat sich gelohnt, sie können international durchaus schon mithalten.

Super-Actionshooting mit Superfrau
Das Foto-Shooting war dieses Mal sehr speziell. Nichts für schwache Nerven und Menschen mit Höhenangst. „Kommt aus euch heraus!“, das habe ich schon oft zu den Mädchen gesagt. Aber jetzt mussten sie auch hoch hinaus und im freien Fall zeigen, ob sie ihren Körper in solch einer extremen Situation unter Kontrolle halten können. Wie Cat Woman. Die Szenerie hätte einem Hollywoodstreifen entstammen können: Häuserschlucht, Sonne, exzentrische Kostüme, Windmaschine und der Kran, der die Mädchen in die Höhe zog. Dazwischen Antoine Verglas, der Star-Fotograf, der auf seiner Leiter herumturnte und die Anweisungen gab.

Es zeigte sich, dass die Extremposen in 20 Meter Höhe nicht allen Mädchen gut bekamen. Manche hatten mit Schwindel und Übelkeit zu kämpfen. Es ist auch wirklich schwierig, in der großen Höhe die Balance zu halten, Körper und Gesichtsausdruck zu kontrollieren und bei alledem noch entspannt zu wirken. Der Gurt drückt auf die Hüften, aus denen man die ganze Kraft herausholen muss, um nicht nach vorne oder hinten zu kippen. Das schmerzt nach einer Weile ganz schön. Trotzdem haben die Mädchen versucht, es durchzustehen. Zum Schluss hatte Antoine Verglas von allen ein tolles Foto. Er ist ein sehr guter Fotograf, der auch von mir schon wundervolle Bilder gemacht hat. Unter anderem das Foto, das mich im Bodypainting-Badeanzug zeigt und auf dem Titel der Sports Illustrated erschien. Es ist in meinem Buch „Natürlich erfolgreich“ abgebildet mit vielen anderen.

Wer weiterkommt, muss seinen Körper beherrschen
Jetzt kommt es am Entscheidungstag wirklich auf Kleinigkeiten an. Der Live Walk war für die Jury daher sehr wichtig. Wir sehen alles und stellten fest, dass das glamouröse Laufen im Prinzessinnenkleid doch noch hier und da Mühe bereitete. Am Ende haben wir uns von Anja getrennt, die auch Probleme hatte, das Actionshooting durchzustehen. Sie ist ein wunderschönes Mädchen, das vieles hat, was ein Model braucht. Aber ein toller Körper und ein Lachen genügen nicht, um Germany’s Next Topmodel zu werden. Es ist wichtig, den eigenen Körper zu beherrschen und sich professionell zu bewegen. Sie hat große Fortschritte gemacht und kann es lernen, aber es wird lange dauern. Zu lange für unseren Wettbewerb.
5 sind noch dabei...

Heidi

Bademode - nur aus Farbe

Ein Model muss verschiedene Moderichtungen und Styles präsentieren können, das haben wir mit den Mädchen trainiert. Sehr speziell ist es aber, wenn das, was man am Körper trägt, nichts als Farbe ist. Bodypainting ist eine Kunst. Aber es ist auch eine Kunst, sich so zu bewegen und so zu posen, als sei das Gemalte wirklich vorhanden. Bodypainting spielt mit der Illusion und ein Topmodel muss fähig sein, diese Illusion durch seine Ausstrahlung perfekt zu machen. Eine schwierige Aufgabe – genau richtig für unsere fünf Mädchen, die Germany’s Next Topmodel werden möchten.

Bodypainting in Malibu
Natürlich würde ich nie etwas in der Sendung zulassen, was den Mädchen schadet. Wir haben für beste Bedingungen gesorgt, um wunderschöne Bodypainting-Fotos zu bekommen: eine tolle Villa nur für uns direkt am Malibu Beach, ein Privatstrand, an dem höchstens mal Leonardo DiCaprio mit seinen Hunden entlanggeht, und vor allem die Bodypainting-Künstlerin Joanne Gear. Sie kommt eigentlich aus Neuseeland, hat als Make up Artist begonnen und ist inzwischen berühmt als Bodypainterin. Sie hat mit Stars wie Madonna und Demi Moore zusammengearbeitet und mich selbst schon neun- oder zehnmal bemalt. Ihr erinnert euch vielleicht an den Badeanzug aus pink-gelber Farbe, mit dem ich auf den Titel der Sports Illustrated kam. Weniger aufsehenerregend, aber für mich besonders schön war es, als sie mich mit vielen Schmetterlingen dekorierte. Ich mag diese Tierchen, und wenn ich selbst Zeit zum Malen habe, flattern sie in vielen Farben auf meinen Bildern herum.

Es war eine Ehre für die Mädchen, von Joanne Gear bemalt zu werden. Und es war eine Geduldsache. So eine Körperbemalung dauert unheimlich lange. Sechs bis sieben Stunden muss man rechnen, bis jemand mit einem Bikini oder Badeanzug „angezogen“ ist. Der Körper ist wie eine Leinwand. In vielen Schichten wird die Farbe von Joanne und ihren Helfern aufgetragen, mit Airbrush, mit Schablonen und Pinseln. Das ist gewöhnungsbedürftig und anstrengend.

Bemalte Körper beim Shooting am Strand
Die Mädchen waren um 4 Uhr morgens aufgestanden und es wurde etwa 17 Uhr, bis Hana, Mandy und Fiona endlich zum Fotografieren an den Strand gehen durften. Am nächsten Tag sah das für Barbara und Anni nicht viel anders aus. Wir hatten zwei Tage für dieses Fotoshooting eingeplant, weil Joanne nicht nur die Körper bemalt, sondern auch die Fotos selber macht. Dafür setzte sie im Nachmittagslicht ihre lebendigen Kunstwerke im Sand in Szene, zum Schluss auch im eiskalten Meerwasser. Toll, dass alle Mädchen mitmachten.

Leider hatten die ersten drei Kandidatinnen etwas Pech, weil sie einen trüben und kühlen Tag erwischten. Bei den anderen beiden pfiff der Wind so stark, dass es schwer war, die Augen im Sandgestöber offen zu halten. Aber so ist es eben in diesem Business: Man weiß nie genau, wie die Bedingungen sind, und man muss das Beste daraus machen. Genauso war es auch, als plötzlich am Strand und am Himmel Paparazzi auftauchten. Wir haben schnell Schutzwände aufgebaut, aber es war schon professionell, dass sich Anni von all dem gar nicht beeindrucken ließ. Auch die anderen haben sich in der ungewohnten Rolle gut zurechtgefunden und die Anweisungen umgesetzt, die Joanne und ich ihnen beim Shooting gaben. Nur Hana hatte ein kleines bisschen Probleme mit ihrer Nacktheit. Sie konnte nicht wirklich gelassen sein. Umso erstaunter war ich, dass Barbara so souverän am Strand posierte. Sie hatte am Anfang große Bedenken, ob sie das Shooting überhaupt mitmachen würde. Und dann ging sie ab wie eine Rakete, ich war richtig überrascht. War schon super.

Spaß mit Filmplakaten
Weil das Shooting sehr viel Disziplin und Konzentration erforderte, hatten wir uns für die Challenge etwas Lustiges in Beverly Hills ausgedacht: das Nachstellen von Filmplakaten. Nun gut, es war nicht nur Spaß. Die Mädchen sollten auch ihr Können zeigen, denn wir wollten ein bisschen ihren Ehrgeiz und ihre Spontaneität testen. Es war nicht so leicht für sie, für die Filmszene den passenden Partner auf dem Rodeo Drive aufzuspüren und ihn zu überreden mitzumachen. Außerdem mussten sie sich und ihre Partner so stylen, wie es zum Plakat passte. Das alles in nur 30 Minuten! Das war schon Stress. Wichtig war auch, dass sie die Pose und den Ausdruck des Plakats trafen.

Bei allem Wettbewerb wollten wir bei dieser Aufgabe den Mädchen vermitteln, dass der Beruf auch fröhlich und spaßig sein kann. Wir wollten ihnen klarmachen, dass eine Portion Humor dazugehört. Ich glaube, das ist uns gelungen. Jedenfalls war das Ergebnis verblüffend gut. Die Mädchen haben Leute gefunden, die ihrem Plakat-Vorbild zum Teil täuschend ähnlich sahen. Der Helikopter-Flug über dem nächtlichen Los Angeles war ein angemessener Preis dafür. Das Lichtergewirr fasziniert mich auch immer wieder, wenn ich nachts mal mit einer Maschine an- oder abfliege.

Wackeliger Catwalk im Wasser
Spaß und Ernst kombinierte Bruce dieses Mal auch beim Lauftraining. Denn niemand geht ernsthaft über wackelige Pontons in einem Pool. Es war eine Übung, die die Mädchen an diesem Sonnentag nicht nur abkühlte, sondern die ihnen auch  nochmals bewusst machte, worauf es beim Laufen ankommt: Die Füße müssen ganz geradeaus gesetzt werden, der Schwerpunkt bei der Bewegung liegt in der Körpermitte und wer aus einem gleichmäßigen Laufstil heraus die Balance hält, sieht am Ende besser aus.

Am Ende dieser Woche hatten sich alle fünf einen Oscar verdient, meinten wir. Deshalb ließen wir sie bei der Entscheidung in wunderschönen Kleidern laufen und probeweise diese Trophäe in Händen halten. Sie stand allen gut, finde ich! Die Mädchen haben jetzt alle so einen Ehrgeiz, in die Endrunde zu kommen, und sie haben sich alle so angestrengt, dass wir keine Kandidatin gehen lassen mochten. Es wurde eine Nullrunde!
5 sind noch dabei...

Heidi

Peyman als bellender Spielball

In der letzten Sendung hatten sich die Mädchen so toll bewiesen, dass wir alle fünf noch eine Runde behalten haben. Aber dafür war klar: Dieses Mal müssen sich zwei Kandidatinnen bei Germany’s Next Topmodel verabschieden. Um herauszufinden welche, hatten wir uns ein Fotoshooting der ganz anderen Art ausgedacht: ein Shooting mit vertauschten Rollen. Die Mädchen sollten nicht nur vor der Kamera posen, sondern sie sollten auch in die Rolle des Fotografen schlüpfen und auf den Auslöser drücken. Peyman Amin war ihr Partner, aber ausnahmsweise nicht als Boss und nicht als der wichtige Agent von IMG, der die Siegerin am Ende dieser Staffel unter Vertrag nimmt. Nein, er war der Spielball der Mädchen. Sie durften ihn angiften, anschreien und „den Molli machen“, wie man so sagt. Er musste tun, was sie von ihm verlangten.

Ich muss sagen, es machte der ganzen Jury Spaß, dass Payman mal einen verpasst bekommen sollte. Er hatte den Kandidatinnen oft so hart seine negative Kritik an den Kopf geworfen, dass wir dachten: Bei denen hat sich bestimmt eine Menge Frust angestaut. Wir waren alle gespannt, wie sich der entladen würde. Aber dann war’s ja gar nicht so schlimm. Das lag natürlich auch an Payman, der das Spiel so souverän und witzig mitmachte. Es gab keine Hemmungen, herzhaft zu lachen und sich über die Einfälle der Mädchen zu amüsieren. Peyman auf Fionas Schultern zu sehen oder bellend an Mandys Gängelband – das war schon sehr komisch!

Gefühl für das richtige Timing
Das Shooting war ein Spaß und es sollte den Mädchen die Chance geben, an Peyman süße Rache zu nehmen. Aber es steckte auch noch mehr dahinter. Wir wollten sehen, was die Mädchen in den zwei Monaten über das Fotografieren gelernt hatten und wie selbstständig sie ein gutes Bild in Szene setzen können. Für die tolle Kulisse in Hollywood mit Villa und Pool hatten wir gesorgt, auch für die professionelle Kameraausrüstung. Aber die Motive und Posen mussten die Mädchen selbst finden, sie mussten selbst mit den Reflektoren das Licht setzen und eigenhändig im richtigen Moment auf den Selbstauslöser drücken. Welcher Moment ist der richtige? Wir wollten sehen, ob die Mädchen dafür ein Gespür entwickelt hatten. Sie mussten zeigen, dass sie nicht nur im Bild sein können als posendes Model, sondern dass sie sich auch von außerhalb des Bildes sehen können – mit Distanz wie ein Fotograf.

Schreck wegen Waldbrand
Alle fünf haben die Aufgabe toll gelöst, mit viel Humor und ausdrucksvollen Gesten. Bei den Fotos hat mir persönlich als Hintergrund für die Action-Posen der ruhige blaue Pool am besten gefallen, ein schöner Kontrast. Auch farblich.

Gar nicht schön war das Ende der lustigen Foto-Session: Der dunkle Rauch, der über dem Hügel aufzog, stammte tatsächlich von einem Waldbrand. Es sah aus wie in einem Film, als die Wolke über dem legendären Hollywood-Schriftzug auftauchte. Aber sie war leider kein Regisseur-Einfall, sondern ganz echt. Zum Glück sind die Mädchen heil ins Hotel zurückgekommen, da das Shooting auf der sicheren Bergseite lag.

Fitness mit David Kirsch
Der nächste Tag sah zunächst ruhiger aus, als er war. Früh am Morgen gab es am Strand ein Fitness-Training mit David Kirsch. Er ließ die Mädchen ganz schön schwitzen. Im Sand sind die Übungen manchmal besonders schwer. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich trainiere seit drei Jahren David. Ich habe schon manches Mal über die verrückten Übungen gestöhnt, die er sich ausdenkt. Er geht richtig hart ran. Aber das hat Erfolg. Jedenfalls bei mir. Seine Übungen helfen mir, in Form zu bleiben.

Shoppen mit Paparazzi
Als die Mädchen so richtig ausgepowert waren, hatten sie bis zum Mittagessen Zeit für einen Stadtbummel. Was sie nicht wussten: Die Paparazzi-Frau, die sie mit der Kamera verfolgte, war von uns angeheuert worden. Das war Marie und sie sollte versuchen, die Mädchen in kompromittierenden Situationen abzulichten. Tatsächlich sind ihr ein paar brillante Aufnahmen gelungen, die bei Illustrierten reißenden Absatz gefunden hätten. Die Mädchen waren im Nachhinein etwas erschrocken, wie schnell solch ein Foto entsteht. Genau das wollten wir ihnen vermitteln: Paparazzis sind überall und sie sind eine zweischneidige Sache. Manchmal ist es ganz gut, wenn sie Fotos schießen – zum Beispiel wenn du gerade auf dem roten Teppich gehst. Aber sie können auch nervig sein, wenn sie im Privatleben herumstöbern und dich verfolgen, wenn du nur mal gerade mit zerzausten Haaren zum Supermarkt willst.

Shooting für das Cover der Cosmopolitan
Das war für die Mädchen wahrscheinlich der spannendste Moment überhaupt: das Cover-Shooting für die deutsche Cosmopolitan. Für alle fünf schien der Sieg zum Greifen nah. Sie hatten alle denselben Fotografen, alle dasselbe Kleid, alle dasselbe Setting. Aber natürlich wird es nur eine sein, die siegt, und nur eine, die auf den Titel kommt. Sie mussten noch mal alles geben und ich habe versucht, sie mit ein paar Tipps zu unterstützen.

Petra Gessulat war von den Mädchen sehr angetan. Das hat mich etwas stolz gemacht. Als Chefin von Cosmopolitan Deutschland hat ihre Stimme Gewicht. Die Titelfigur, die sie braucht, soll starkes Selbstbewusstsein ausstrahlen, sie soll sexy sein und souverän. Auch Fotograf Andrew war von den Mädchen begeistert und am Ende sind wunderschöne Fotos entstanden. Vor allem, als wir Mandy noch einmal in ein rotes Kleid steckten und Barbara noch einmal in ein goldenes. Petra Gessulat hatte nämlich Bedenken, ob sie beim ersten Durchlauf ein gutes Bild von Mandy erhalten hatte. Und zu Barbaras roten Haaren hatte der lila Dress nicht optimal gepasst.

Dieses Fotoshooting war das wichtigste überhaupt. Wir haben unser Germany’s Next Topmodel das erste Mal gesehen – allerdings ohne zu wissen, wer von den fünfen es ist. Mir hat es sehr geholfen, mich zu entscheiden. Es waren zwei Mädchen für mich dabei, die nicht ganz so gut waren wie die drei anderen.

Live-Walk mit halber Entscheidung
Der Entscheidungstag begann mit einer gestellten Pressekonferenz mit Schauspieler-Journalisten. Wir wollten den Mädchen noch einmal vor Augen führen, wie wichtig es ist, seine Zunge im Zaum zu halten und Barbara ist ja auch ein bisschen ins Schleudern geraten.

Beim Live-Walk vor der Jury sollten die Mädchen zeigen, was sie beim jüngsten Lauftraining mit Bruce gelernt hatten: Sie mussten so laufen, wie es bei den „Prêt-à-Porter“-Shows üblich ist und wie es Haute Couture verlangt. Da trennte sich noch einmal die Spreu vom Weizen. Für uns als Jury war am Ende klar, welche zwei Mädchen nicht ins Finale kommen:
Das eine ist Mandy. Sie ist in den vergangenen Wochen toll aus sich herausgekommen, aber sie kann bei Ausdruck und Power nicht zuverlässig das zeigen, was nötig ist. Ihre Unsicherheit steht ihr oft im Wege.
Und die andere? Muss Anni gehen oder Fiona? Wir lieben Spannung! Deshalb lassen wir euch bis zur nächsten Sendung ein wenig zappeln.
Sicher ist nur: Hana und Barbara sind bei Germany’s Next Topmodel auf jeden Fall im Finale.
2 sind bereits dabei...

Heidi

Und Nummer drei ist ....... Anni!

Ja, ich weiß, das Ende der elften Sendung war etwas schwer zu ertragen, denn jeder wollte natürlich wissen: Wer sind unsere drei Finalistinnen? Barbara und Hana standen bereits fest, aber würde Nummer drei Anni sein oder Fiona? Wir haben euch jetzt nicht lange zappeln lassen und es euch fix verraten: Anni ist die Dritte im Finale von Germany’s Next Topmodel!

Die letzten fünf Mädchen waren alle super, das meine ich von ganzem Herzen. Aber Fiona hat genauso wie Mandy den letzten Sprung nicht geschafft. Sie war im Ausdruck nicht ganz so stark und wandlungsfähig wie die Konkurrentinnen. Sie ist sehr ehrgeizig und sie weiß genau, sie wird ihren Weg machen. Aber für uns endete ihr Weg jetzt, weil die Mädchen, die im Finale sind, das ganze Paket haben müssen: Schönheit, Präsenz, guten Laufstil, Wandlungsfähigkeit, Durchhaltevermögen, Geduld, tolles Posen und starken Ausdruck. Für Laien sind die feinen Unterschiede sicher manchmal schwierig zu erkennen, für uns als Jury waren die Feinheiten aber sehr wichtig.

Endlich mal wieder zuhause
Für die Mädchen war es natürlich schön, nach der Entscheidung endlich wieder nach Hause fliegen zu dürfen. Nach so langer Zeit zurück zu Familie und Freunden. Ich habe mich mit ihnen gefreut, dass sie so liebevoll begrüßt wurden. Ob mit dem Ballett im roten Glitzerlook, der Dekoration oder weißblauen Luftballons: Es war schön zu sehen, dass die Mädchen zuhause so begeistert empfangen wurden. So lange waren sie ja noch nie alleine weg: zwei Monate!

Allerdings sind wir noch nicht am Ziel. Das Finale kommt noch, und da wollte ich die drei Mädchen nicht ganz aus der Übung kommen lassen. Ich hatte deshalb zwei Hausaufgaben für sie: eine Modenschau und ein selbst produziertes Fotoshooting.

Fotoshooting selbstgemacht
Das Fotoshooting, das die Mädchen selbst in ihre Hände nehmen sollten, ist für die Jury ganz wichtig. Es ist eine Eigenwerbung der Mädchen. Sie konnten alles einbeziehen, was sie in den Wochen bei Germany’s Next Topmodel gelernt hatten: Wie man sich am besten schminkt, wie die Haare gut wirken, wie man sich am besten gibt, welche eigene Seite besonders eindrucksvoll ist und wie diese am besten in Szene gesetzt werden kann. Die Finalistinnen durften alle etwas Individuelles kreieren und sich etwas Ausgefallenes ausdenken, um die Jury zu beeindrucken.

Ich fand es interessant, wie unterschiedlich sich die Mädchen präsentierten. Hana im Gothic-Trend eher düster und mystisch – und sexy wie immer. Anni feenhaft, verspielt und etwas schauspielernd – ganz so wie sie gerne ist. Barbara elegant mit sinnlichen Lippen im glamourösen Ambiente, das gut zu ihr passt. Die Mädchen haben alle einen typischen Anteil von sich selbst hervorgeholt und betont. Das hat mir gefallen. Sie haben alle drei die Aufgabe mit Hilfe von Fotografin Anja wirklich toll gelöst.

Modenschau für C&A – mit Überraschung
Diese Überraschung ist uns wirklich gelungen! Als Barbara, Anni und Hana zur Modenschau von C&A fuhren, hatten sie wohl nicht im Traum damit gerechnet, dass wir auch alle anderen „alten“ Germany’s-Next-Topmodel-Mädchen dazu eingeladen hatten. Die Wiedersehensfreude der 15 war wirklich herrlich. Auch die Arbeit, die sie auf dem Laufsteg ablieferten, konnte sich sehen lassen. Im Publikum saßen Moderedakteure, Kaufhaus-Vertreter und Kunden von C&A aus New York, Mailand und Paris. Das konnte für jedes einzelne unserer Mädchen die Chance für einen neuen Auftrag sein. Sie liefen alle professionell! Wir waren stolz auf die 15 und besonders auf die drei Finalistinnen. Es war für uns deutlich zu sehen, welche Entwicklung die drei in den letzten Wochen gemacht hatten. Hier war für sie noch einmal die Gelegenheit, einige Pluspunkte zu sammeln.

Fotos und Musikvideo
Kaum war die Modenschau vorbei, gab es für unser Trio noch einen Vorgeschmack aufs Topmodel-Leben. Sie hatten binnen kürzester Zeit zwei Fotoshootings, einen Flug nach Lissabon und Dreharbeiten für ein Musikvideo mit Max Mutzke zu absolvieren. Sein neues Lied „Mein Automobil“ kommt am Tag nach unserem Finale auf den Markt und das Video entstand in Portugal am Strand und in kleinen Gässchen. Die Mädchen froren, hatten Hunger und mussten trotzdem sommerliche Heiterkeit verbreiten. Das haben sie prima geschafft und der Kunde war auch sehr zufrieden.

Die Finalistinnen im Endspurt
Jetzt geht die zweite Staffel von Germany’s Next Topmodel bald zu Ende. Das ist schade, aber so ist es nun einmal. Nur eine kann Germany’s Next Topmodel werden – ich habe es ja oft genug gesagt. Ich habe viel Spaß gehabt. Es war eine schöne Zeit, eine lange Zeit. Die Mädchen haben unheimlich viel gelernt und gelacht, auch mal geweint. Manchmal haben wir sie ihre Grenzen fühlen lassen. Jetzt haben wir drei tolle Finalistinnen und ich kann mir denken, wie ihnen zumute ist. Denn auch ich stand einmal in einem Modelwettbewerb im Finale. Ich weiß, wie aufregend es ist. Ich erinnere mich noch genau an diesen fast unwirklichen Abend 1992, an dem ich bei Thomas Gottschalk siegte. Das veränderte mein Leben.

Wer wird Germany’s Next Topmodel? Wer kommt auf das Cover der deutschen Cosmopolitan, erhält den Vertrag mit der weltgrößten Modelagentur IMG und modelt für die nächste C&A-Kampagne? Am Donnerstag, 24. Mai, entscheidet es sich – live im Coloneum in Köln. Drei wunderschöne Mädchen geben dann noch mal alles:
Anni, Hana und Barbara sind im Finale!

Heidi

Alles strömte zum Finale

Die Spannung an diesem Tag war riesengroß. Wer wird Germany’s Next Topmodel? Aus allen Himmelsrichtungen kamen die Menschen nach Köln, um im Coloneum live mitzuerleben, wer das Siegermädchen wird. Karten hatte niemand kaufen können. Einige hatten ich, meine Internet-Agentur OEVERMANN Networks und mein Heimat-Magazin auslese rhein&berg verlost, und diese Gewinner saßen natürlich in der ersten Reihe. Alle anderen im Saal waren geladene Gäste: die Familien der drei Finalistinnen Barbara, Anni und Hana und ihre besten Freunde. Manche hatten sich Fotos aufs T-Shirt geprägt oder Transparente gemalt. Auch alle anderen 12 Teilnehmerinnen, die vor über zwei Monaten an den Start gegangen waren, saßen im Publikum. Außerdem Lena, die im vorigen Jahr siegte, und die zweitplatzierte Yvonne. Das hat mich sehr gefreut. Auch, dass die Chefs von ProSieben, C&A und Cosmopolitan Deutschland unter den Zuschauern waren.

Catwalk in zwei Outfits
Natürlich wollten wir den drei Finalistinnen noch einmal auf den Zahn fühlen. Sie sollten zeigen, was sie gelernt hatten – zuerst auf dem Laufsteg. Vor all den Zuschauern war das noch einmal anders als an den Entscheidungstagen zuvor, wenn nur die Jury und ein paar Fernsehleute mit im Raum waren. Erst der Bikini, dann das Abendkleid. Die drei Mädchen mussten sich nicht nur schnell umziehen, sondern auch im Innern den Schalter umlegen. Erst die freche sexy Pose, dann der elegante Lauf. Es gab zu Recht viel Applaus! Alle drei haben sie gezeigt, warum sie bis ins Finale gekommen sind.

Das Hausaufgaben-Foto
In die Entscheidung der Jury floss auch die Hausaufgabe ein, die ich den Finalistinnen gestellt hatte: ein Fotoshoot. Das Besondere daran war, dass die Mädchen dabei nicht nur das Model sein sollten. Sie mussten das Bild in Zusammenarbeit mit der Fotografin auch selbst kreieren – von der Idee über die Konzeption bis zur Ausführung. Sie sollten sich etwas Außergewöhnliches ausdenken, um uns zu beeindrucken. Die Spannung war im Saal sehr groß, als Hana, Anni und Barbara nacheinander ihr Foto enthüllten. Das Ergebnis hat auch die Jury begeistert. Die Mädchen haben gezeigt, dass kreatives Potential in ihnen steckt und dass sie wissen, wie sie sich positiv in Szene setzen können.

Eine muss gehen – Hana
An diesem Tag kam es auf Kleinigkeiten an – in der Pose und bei der Ausstrahlung an. Natürlich sind auch die Leistungen aller vorangegangenen Wochen und Fotoshoots in unsere Entscheidung eingeflossen. So stand für die Jury schließlich fest: Hana muss gehen. Sie hat sich gut entwickelt und immer wieder durchgebissen. Mit ihrem tollen dritten Platz hat sie gezeigt, dass Modeln ihr Ding ist.

Modenschau mit allen 15 Mädchen
Anni und Barbara – zwei wunderschöne und ganz unterschiedliche Mädchen kämpften um den Sieg. Bei der Modenschau der C&A-Kreationen konnten sie noch einmal zeigen, was in ihnen steckt. Auch alle anderen 13 Teilnehmerinnen von Germany’s Next Topmodel liefen mit und es war gut zu erkennen, wie weit sich Anni und Barbara entwickelt hatten. Sie sahen super aus. In den eigenwilligen und fantasievollen Schau-Gewändern genauso wie im kleinen Schwarzen. Dass die Gruppe Monrose dazu live in Extralänge sang, gab der Präsentation besonderen Schwung.

Germany’s Next Topmodel 2007: Barbara
Die Wahl fiel der Jury nicht leicht, doch sie entschied sich einstimmig für: Barbara. Die Spannung war für manche kaum auszuhalten, als sich die Silhouette des übergroßen Cosmopolitan-Covers im Saal langsam mit ihren Gesichtszügen füllte. Anni hat Haltung bewahrt – eine ihrer vielen Qualitäten. Sie ist wirklich ein talentiertes Model. Den zweiten Platz habe ich ihr mit einer Überraschung versüßt: Sie bekommt einen Vertrag mit Hallhuber, der Münchner Bekleidungsfirma, die über 80 Filialen in Deutschland hat.

Wir haben ein tolles Siegermädchen! Barbara Meier aus Amberg, bis vor kurzem noch Mathematikstudentin in Regensburg. Witzigerweise erging es ihr ähnlich wie mir vor 15 Jahren: Ich wollte damals beim Gottschalk-Modelwettbewerb gar nicht mitmachen, sondern wurde von meiner Freundin Karin dazu überredet. Barbara hatte auch nicht vor, sich als Model zu bewerben, sondern wurde beim Casting zufällig entdeckt. Und jetzt ist sie Germany’s Next Topmodel 2007!

Der Gewinn
Aus dem Sieg und dem Titel muss Barbara jetzt selbst etwas machen. Sie schmückt demnächst die Titelseite der deutschen Cosmopolitan, sie modelt für die nächste C&A-Kampagne und sie erhält einen Vertrag mit der weltgrößten Modelagentur IMG. Doch die koordiniert nur die Termine für sie, wahrnehmen und ihre ganze Person in die Waagschale werfen – das muss sie schon selber machen. Vielleicht hilft ihr beim Reisen ja das Opel-Cabrio. Das bekam sie beim Sieg als I-Tüpfelchen noch obendrauf.

Tschüss – bis 2008
Als die Mädchen unterm Glitter-Regen standen, war ich stolz. Es war eine tolle Staffel mit wunderschönen Mädchen, zuverlässigen Helfern und vielen treuen Fans. Dankeschön! Kommenden Donnerstag gibt es zur Topmodel-Sendezeit einen Zusammenschnitt der schönsten Momente. Und vielleicht sehen wir uns 2008 wieder? Dann gibt es die dritte Staffel.

Aber jetzt erst noch einmal von Herzen: Herzlichen Glückwunsch, Barbara, Germany’s Next Topmodel 2007!

Heidi